Altgold · Potsdam
Altgold verkaufen in Potsdam: vom Schmuckstück zum Gegenwert
Das Wichtigste in Kürze
- Steine, Perlen und Stahlteile werden abgezogen und gehören vorher getrennt oder wenigstens benannt.
- Auch krumme, angelaufene und scheinbar wertlose Stücke haben vollen Materialwert.
- Ein Stück mit Handschrift verkauft man nicht als Altgold.
- Zwei Angebote an einem Vormittag sind in Potsdam realistisch, die Wege zwischen Brandenburger Straße und Gutenbergstraße sind kurz.
- Das Museum Barberini und die Schlösser der Stiftung sind die beste Schule für das Auge, bevor Sie verkaufen.
Potsdam ist für Altgold kein beliebiger Ort. Die Brandenburger Straße trägt den Handel der Innenstadt. Berlin liegt eine halbe Stunde entfernt und gehört bei größeren Werten zum Vergleich dazu.
Der Weg vom Schubladeninhalt zum Betrag auf dem Tisch ist kurz. Er hat nur ein paar Stellen, an denen man unnötig Geld verliert, und die lassen sich vorher schließen.
Alle Angaben in diesem Text beziehen sich auf den privaten Verkauf und ersetzen keine Beratung im Einzelfall.
Zahngold ist Altgold mit Besonderheiten
Zahngold enthält je nach Legierung Gold, Platin, Palladium und Silber. Der Goldanteil liegt meist zwischen 40 und 70 Prozent und ist von außen nicht ablesbar, weil Dentallegierungen keine Punze tragen. Deshalb wird Zahngold analysiert, nicht geschätzt.
Keramikreste und Zahnsubstanz dürfen mit abgegeben werden, sie werden im Schmelzprozess getrennt. Wichtig ist, dass ihr Gewicht nicht mitbezahlt wird. Ein Angebot, das Zahngold pauschal nach Bruttogewicht abrechnet, ist zu Ihren Ungunsten kalkuliert.
Für den Vergleich in Potsdam heißt das: Notieren Sie diese Angabe bei jedem Haus, dann liegen die Angebote nebeneinander.
Altgold in Potsdam: Wege, Lagen, Termine
Die Adressen für Altgold liegen in Potsdam nicht gleichmäßig verteilt. Den dichtesten Besatz finden Sie rund um Brandenburger Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Gutenbergstraße. Wer dort einmal die Runde macht, hat die wichtigsten Häuser gesehen, ohne ein Verkehrsmittel zu benutzen.
Die Straßenbahn hält am Platz der Einheit und am Luisenplatz, beide Enden der Brandenburger Straße. Aus Berlin fährt die S-Bahn direkt.
Auch außerhalb der Innenstadt lohnt der Blick. In der Waldstadt, Golm und Altstadt arbeiten Betriebe, die weniger Laufkundschaft haben und deshalb mehr Zeit für ein Gespräch mitbringen.
| Bundesland | Brandenburg |
|---|---|
| Einwohner | rund 185.000 |
| Kfz-Kennzeichen | P |
| Postleitzahlen | 14467 bis 14482 |
| Einkaufslagen | Brandenburger Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Gutenbergstraße, Holländisches Viertel, Babelsberger Straße |
| Stadtteile | Altstadt, Holländisches Viertel, Babelsberg, Bornstedt, Waldstadt, Golm |
| Umland | Werder, Teltow, Kleinmachnow, Michendorf, Beelitz, Brandenburg an der Havel |
| Wahrzeichen | Schloss Sanssouci, seit 1990 UNESCO-Welterbe |
| Sehenswert | das Museum Barberini und die Schlösser der Stiftung |
Was als Altgold gilt und was nicht
Altgold, auch Bruchgold genannt, ist Gold, das nicht mehr als Schmuckstück weiterverkauft wird, sondern eingeschmolzen. Dazu zählen defekte Ketten, einzelne Ohrringe, abgenutzte Trauringe, Zahnersatz und Reste aus Werkstätten. Der Zustand spielt keine Rolle: Ein zerbrochenes Stück hat denselben Materialwert wie ein heiles.
Nicht dazu zählen Stücke, die als Schmuck noch einen eigenen Markt haben. Ein vollständiges Collier, ein signierter Ring, eine gut erhaltene Uhr aus Gold: Solche Stücke bringen im Weiterverkauf mehr als in der Schmelze. Wer sie in den Beutel mit dem Bruchgold wirft, verschenkt die Differenz.
In Potsdam gilt das genauso wie überall, nur sind die Wege zwischen Brandenburger Straße und Friedrich-Ebert-Straße kürzer als in vielen anderen Städten.
Was in Potsdam typischerweise auf den Tisch kommt
Potsdam ist keine beliebige Adresse für Altgold.
Potsdam war preußische Residenz, und die Hofkultur hat Bestände hinterlassen, die es in einer Stadt dieser Größe sonst nicht gibt: Ehrengaben, Porzellan mit Goldstaffage, Silber aus königlichen Manufakturen.
Preußische Ehrenzeichen und Hofsilber verlangen Sachkenntnis. Wer so etwas hat, sollte den Weg nach Berlin zu einem Spezialisten nicht scheuen.
Sortieren, bevor Sie den Termin machen
Legen Sie Ihre Stücke nach Feingehalt getrennt hin: 333, 375, 585, 750, 900, 999. Die Zahl steht meist auf der Innenseite von Ringen, am Kettenverschluss oder auf der Rückseite von Anhängern. Eine einfache Lupe reicht, um sie zu lesen.
Der Grund ist praktisch: Wird eine gemischte Menge in einem Zug gewogen, muss der Ankäufer vorsichtig kalkulieren und rechnet im Zweifel im niedrigsten Gehalt ab. Sortiertes Altgold wird dagegen Gruppe für Gruppe gewogen und Gruppe für Gruppe bezahlt.
Stücke ohne lesbare Punze legen Sie separat. Sie werden geprüft, und das dauert etwas länger. Wenn Sie diese Gruppe schon getrennt haben, hält es den Rest des Termins kurz.
Fragen Sie in Potsdam gezielt danach, die Antwort trennt die sorgfältigen Häuser von den schnellen.
| Punze | Karat | Feingoldanteil | Feingold je 10 Gramm | typisch bei |
|---|---|---|---|---|
| 333 | 8 kt | 33,3 % | 3,33 g | ältere Ketten, günstiger Schmuck |
| 375 | 9 kt | 37,5 % | 3,75 g | britische Ware, Importe |
| 585 | 14 kt | 58,5 % | 5,85 g | Trauringe, Alltagsschmuck |
| 750 | 18 kt | 75,0 % | 7,50 g | hochwertiger Schmuck, Fassungen |
| 900 | 21,6 kt | 90,0 % | 9,00 g | ältere Münzen |
| 916 | 22 kt | 91,6 % | 9,16 g | Anlagemünzen wie der Krügerrand |
| 999 | 24 kt | 99,9 % | 9,99 g | Barren, Feingoldmünzen |
Aus dem Umland nach Potsdam
Zwischen Beelitz und Potsdam liegen wenige Kilometer, zwischen Brandenburg an der Havel und der Innenstadt kaum mehr. Wer aus Werder, Teltow und Kleinmachnow kommt, braucht etwas länger, findet dafür aber die dichteste Auswahl der Region.
Das Stadtgebiet reicht über die Postleitzahlen 14467 bis 14482. Fast alle Adressen für Altgold liegen in den innenstadtnahen davon, was die Planung einfach macht.
Ein Hinweis aus der Praxis: Vormittags ist in den Fachgeschäften mehr Zeit für ein Gespräch als am späten Nachmittag. Wer eine Bewertung braucht und keine Abfertigung, legt den Termin früh.
Potsdam und die Region
Potsdam zieht Kundschaft aus einem weiten Umkreis an. Aus Beelitz, Brandenburg an der Havel, Werder und Teltow ist die Stadt in kurzer Zeit erreichbar, und für Altgold gibt es dort oft keine vergleichbare Auswahl.
Preußische Ehrenzeichen und Hofsilber verlangen Sachkenntnis. Wer so etwas hat, sollte den Weg nach Berlin zu einem Spezialisten nicht scheuen.
Sehenswert für alle, die tiefer einsteigen wollen: das Museum Barberini und die Schlösser der Stiftung. Ein Nachmittag dort schärft den Blick für Machart und Qualität mehr als jeder Ratgeber.
So gehen Sie vor
- Sortieren und wiegen Sie zu Hause vor, notieren Sie Punze und Gewicht je Stück.
- Rufen Sie zwei Adressen an, eine an der Brandenburger Straße, eine an der Friedrich-Ebert-Straße, und vereinbaren Sie Termine am selben Vormittag.
- Nehmen Sie Ausweis, Belege und alles mit, was zum Stück gehört: Etui, Rechnung, Zertifikat.
- Lassen Sie in Ihrer Anwesenheit wiegen und achten Sie auf das Eichzeichen der Waage.
- Verlangen Sie das Angebot schriftlich, mit Gewicht je Feingehalt und angesetztem Grammpreis.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob ein Stück überhaupt Gold ist?
Suchen Sie die dreistellige Punze. Fehlt sie, hilft ein Magnet als Vorprüfung: Gold ist nicht magnetisch. Das schließt vergoldeten Stahl aus, aber nicht vergoldetes Messing. Endgültige Sicherheit gibt nur die Prüfung beim Fachmann.
Ist vergoldeter Schmuck etwas wert?
Materiell fast nichts. Die Auflage wiegt Bruchteile eines Gramms. Häuser in Potsdam nehmen vergoldete Ware meist gar nicht erst an, und das ist ehrlich, nicht abweisend.
Bekomme ich für 333er Gold weniger je Gramm?
Ja, deutlich. 333er enthält ein Drittel Feingold, 750er drei Viertel. Der Grammpreis unterscheidet sich entsprechend um mehr als das Doppelte.
Ist Potsdam für Altgold eine gute Adresse?
Für die gängigen Fälle ja. Die Brandenburger Straße trägt den Handel der Innenstadt. Berlin liegt eine halbe Stunde entfernt und gehört bei größeren Werten zum Vergleich dazu.
Wo finde ich Altgold in Potsdam?
Die dichteste Auswahl liegt an Brandenburger Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Gutenbergstraße. In der Altstadt und Holländisches Viertel sitzen weitere Betriebe, die häufig mit Terminen statt mit offenen Ladenzeiten arbeiten.
Quellen und weiterführende Stellen
- Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren
- Einkommensteuergesetz, § 23 Private Veräußerungsgeschäfte
- Verbraucherzentrale